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27.01.2005

Einer für alle - alle für Schiller

von Frank Quilitzsch TLZ

Rudolstadt. (tlz/fqu) Wo Schiller zum ersten Mal seinem späteren Dichterfreund Goethe begegnete und auf den zweiten Blick an Charlotte sein Herz verlor, wo man oft in geselliger Runde zu Abend aß und hernach das "Lied an die Freude" anstimmte - dorthin zieht´s das Thüringer Literatur Quintett (TLQ) zu seinem nächsten Auftritt: nach Rudolstadt. Während einer Benefiz-Veranstaltung unter dem Dach des Rudolstädter Theaters wird das Quintett in seiner Stammformation (Landolf Scherzer, Matthias Biskupek, Frank Quilitzsch, Hans-Jürgen Döring und Martin Straub) sowohl aus bekannten als auch aus noch ungedruckten Werken vortragen, Heiteres zumeist, aber auch Aufregendes und Verstörendes, und alles für den Ortsheiligen, den großen Jubilar Friedrich Schiller.

Es soll dem Dichter gut gehen, 200 Jahre nach seinem Ableben, dafür setzen sich Quintett und Theater ein. Vor allem soll Schiller sich wieder wohlfühlen in seiner alten Herberge, dem Beulwitzschen Haus, über das er schrieb: "Eine Frau von Lengefeld lebt da mit einer verheirateten und einer ledigen Tochter. Beide Geschöpfe sind (ohne schön zu sein) anziehend und gefallen mir. Man findet hier viel Bekanntschaft mit der neuen Literatur, Feinheit, Empfindung und Geist."

Das Gebäude in der Schillerstraße 25 wird von der Stadt saniert und zur Schiller-Gedenkstätte ausgebaut. Auch ein Café als Begegnungsstätte ist geplant. Die Räume in der oberen Etage werden für die Epoche der Rudolstädter Klassik museal aufbereitet. Das Quintett-Motto lautet: Einer für alle - alle für Schiller! Der Erlös des Abends kommt der Schiller-Gedenkstätte zugute.

! 17. Februar, 20 Uhr, im Schminkkasten des Theaters Rudolstadt