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18.02.2012

Eindrücke aus dem Südwesten Amerikas auf Burg Ranis

von Mario Keim Ostthüringer Zeitung

Von ihrer Reise durch den Südwesten der USA berichteten die Krölpaer Elke und Ulrich Francke am Donnerstag auf der Raniser Burg. Gastgeber der Veranstaltung war der Verein Lese-Zeichen. Foto: Mario Keim

Hobbyfotograf aus Leidenschaft ist Ulrich Francke aus Krölpa. Schon in jungen Jahren fotografierte er schnelle Autos auf dem Schleizer Dreieck, später Motorräder beim Moto-Cross in Pößneck. Bei keinem Urlaub mit Ehefrau Elke darf die schwere Kameraausrüstung fehlen. Sie dokumentierte auch die vierwöchige Reise, die das Ehepaar im Mai 2010 in den Südwesten der USA führte.

Beeindruckende Fotos von dieser Tour haben sie am Donnerstagabend auf der Burg Ranis gezeigt. Die beiden 49-Jährigen besuchten die vier US-Bundesstaaten Kalifornien, Nevada, Utah und Arizona bei einer vierwöchigen Tour, die sich die Krölpaer anlässlich ihrer Silberhochzeit vor knapp zwei Jahren gönnten.

"Der Vortrag hat mir sehr gut gefallen. Es waren wahnsinnig schöne Fotos", sagte Franziska Vespermann aus Pößneck. "Wunderschön" fand die Ausführungen von Ulrich Francke auch Rosi Meiner aus Ranis.

Dabei hatte der Krölpaer eingangs die Erwartungen gedämpft und mögliche Vergleiche mit dem Weltumradler Axel Brümmer ausgeschlossen. "Ich kann mich nicht mit Axel Brümmer messen. Das will ich auch nicht, denn ich bin im Beruf Fahrlehrer", sagte Ulrich Francke, der am Donnerstagabend den Part des Vortragenden übernommen hatte. Elke Francke hatte in der Vorbereitungszeit die Planungen der 7252 Kilometer langen Reise protokoliert.

"Vorbereitet haben wir uns ein Jahr lang und dabei auf ein USA-Forum im Internet zurück gegriffen", verriet Ulrich Francke. Dort sei aus seiner Sicht jede noch so kleine Frage beantwortet worden. Auf dieser Tour sei er mit seinem Schulenglisch gut klargekommen, selbst hätten sie die Erfahrung gemacht: "Wenn man freundlich ist, wird man auch freundlich empfangen." 5000 Fotos hatte der Hobbyfotograf mit einer Kamera vom Typ Sony Alpha 700 aufgenommen. Allein rund 2500 Fotos sind im Antilope Canyon entstanden, dabei habe sich der Fotograf "wie im Fotorausch" gefühlt, gab er selbstkritisch zu.

Begonnen hatte die Reise in der "Stadt der Spieler", in Las Vegas dort, wo jährlich 35 Millionen Besucher aufschlagen und jeder dieser Gäste pro Tag 80 Dollar Einsatz tätige. Ende der Tour war am 25. Tag San Franzisco mit dem Städtchen "China Town".

So waren es viele Fakten, die den 90-minütigen Bericht unterhaltsam und informativ machten. Nur einmal habe er den Vortrag geprobt, sagte Ulrich Francke, dem dabei seine Erfahrung als Fahrlehrer zugutekam. "Eine Verkehrsteilnehmerschulung abzuhalten, wäre mir einfacher", sagte er unter dem Gelächter der 60 Besucher, unter denen einige Freunde und Kollegen waren, "aber auch viele Fremde."

Schon nach zwei Tagen Las Vegas ging es während der Reise zum Grand Canyon. Hier zeigte sich bereits, wie der Fotograf mit dem Lichtverhältnissen zurechtkam. "Gute Fotos gibt es gegen Abend oder in der Morgendämmerung." Francke fotografierte frei nach dem Motto "Immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort". "Sonnenuntergang 19.10 Uhr" hatte seine Frau für den 5. Mai im Reiseplan protokolliert.

Bei all seinen Stationen war es Ulrich Francke ebenso wichtig, für seine Ehefrau die Botanik im Bild festzuhalten. Diese habe sich nach 14 Tagen am Pazifik "das erste Mal wie im Urlaub gefühlt", meinte Ulrich Francke augenzwinkernd. Denn "Mitten im Dunkeln" für das beste Motiv im Morgengrauen aufstehen, das bedeutete während der gesamten Tour oft das Ende der Nacht gegen 4 Uhr.

Am Sonntag beginnen Elke und Ulrich Francke erneut eine einwöchige Reise nach Las Vegas. Dann werden sie sich garantiert zurückerinnern an ihre Rundreise vor knapp zwei Jahren, aber auch Neues entdecken. Wieder mit im Gepäck ist die Fotoausrüstung. Ob er an die Spieltisch gehe, wisse er noch nicht, so Ulrich Francke .