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19.08.2008

Ein literarischer Weg in die Opposition

Ostthüringer Zeitung

Ein literarischer Weg in die Opposition

Über Jürgen Fuchs in Stadtbibliothek Neustadt
Neustadt (OTZ). Wer war der Mann, nach dem in Erfurt die Straße am Landtag benannt wurde? Warum wurde der Lyriker und Prosa-Autor Jürgen Fuchs einer der bekanntesten Gefangenen in der Stasi-Untersuchungshaftanstalt Berlin-Hohenschönhausen? Solchen und anderen Fragen widmet sich der Stadtrodaer Autor Udo Scheer in seiner 2007 erschienenen Jürgen-Fuchs-Biografie. In einer gemeinsamen Veranstaltung der BStU-Außenstelle Gera und des Lese-Zeichen e. V. Jena wird Scheer am 27. August um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek Neustadt das Leben des "sanftmütigen Empörers (Wolf Biermann über Jürgen Fuchs) noch einmal Revue passieren lassen.
Scheer, Jahrgang 1951, gehörte zu den Mitgliedern des verbotenen Arbeitskreises Literatur in Jena und war mit Jürgen Fuchs befreundet. Er legt mit seinem Buch die erste Biografie des Bürgerrechtlers, Schriftstellers und Psychologen vor, in der auch zahlreiche Weggefährten zu Wort kommen. Mit der Lesung aus dem Buch "Jürgen Fuchs. Ein literarischer Weg in die Opposition und der anschließenden Diskussion wird ein Stück Thüringer Geschichte noch einmal zur Sprache kommen, das allzu schnell in Vergessenheit zu geraten droht.