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11.10.2005

Dreiklang-Erlebnis an poetischem Ort

von Frank Quilitzsch TLZ

Weimar. (tlz/fqu) Ein poetischer Ort, eine Gruppe von in Temperament, Stil und Erfahrung sehr verschiedener Dichter sowie mit Esprit musizierende junge Talente - dieser Dreiklang sorgt für die einzigartige Atmosphäre der Mitteldeutschen Lyriknacht, die am Donnerstag zum vierten Mal in Weimar stattfindet. "Mitteldeutschland galt und gilt als eine der bedeutendsten Ursprungsregionen deutschsprachiger Poesie", erinnert die Schriftstellerin Gisela Kraft, Initiatorin und Moderatorin der Reihe. Und dass von allen Textformen das Gedicht der Musik am nächsten steht, werde erlebbar, wenn die Lesungen mit Eigenkompositionen der Musikschüler umspielt oder begleitet werden.

Das Musikgymnasium Schloss Belvedere mit seiner transparenten Architektur schmiegt sich harmonisch in die barocke Parklandschaft. Man sieht, während gelesen und musiziert wird, auf Bäume, Sträucher und Wiese. Mit dem Konrad-Adenauer-Preisträger Wulf Kirsten (Weimar) und dem gerade mit dem Grimm-Preis der Stadt Hanau bedachten Andreas Reimann (Leipzig) sind zwei wohlbekannte Stimmen zu hören. Zu den gestandenen Dichtern Gundula Sell (Meißen) und Jörg Kowalski (Halle) gesellen sich die Weimarer Studentin Nancy Hünger und Holger Helbig (Erlangen), der im vergangenen Jahr in der "Edition Muschelkalk" debütierte.

Der Reiz der Veranstaltung liege in ihrer Vielstimmigkeit, so Martin Straub vom Lese-Zeichen e. V., der mit der Literarischen Gesellschaft, dem Musikgymnasium und dem Kulturamt Weimar die vom Kultusministerium geförderte Lyriknacht ausrichtet.

! Donnerstag, 18 Uhr, Musikgymnasium Schloss Belvedere in Weimar