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21.10.2008

Die Lebensstationen eines großen Poeten

von Frank Quilitzsch TLZ

Von der Darmstädter Jury zum Buch des Monats gekürt.

Weimar. (tlz/fqu) Gerade ist Gisela Kraft von der Frankfurter Buchmesse zurück, wo ihr Band "Die Namen der Sehnsucht" mit Nachdichtungen von Nazim Hikmet beim Länderschwerpunkt Türkei großes Aufsehen erregte. Die überregionale Presse von der Zeit bis zur Süddeutschen Zeitung feiert das Buch als Entdeckung bzw. Wiederentdeckung eines großen türkischen Autors des 20. Jahrhunderts. Von der Darmstädter Jury wurde es zum Buch des Monats Oktober gewählt.
"Kern der Anthologie und ihr Glanzstück ist die vollständige Übertragung des ,Epos vom Scheich Bedreddin, Sohn des Richters von Simavne´", urteilt die FAZ. "Gisela Kraft hat dieses Meisterwerk, in dem Hikmet alle Register seiner Kunst zieht, kongenial übertragen."

Das Werk von Nazim Hikmet gilt als Meilenstein der modernen türkischen Literatur. Die Weimarer Dichterin und promovierte Islamwissenschaftlerin wird den im Ammann-Verlag, Zürich, herausgegebenen Band am Donnerstag in der Klassikstadt vorstellen.

Ihre Auswahl ist eine Reise zu den Lebensstationen Hikmets: vom zarten Debüt des Elfjährigen aus Istanbul bis zur ironischen Skepsis im Moskauer Exil. Sie vollzieht seinen künstlerischen Werdegang nach und zeigt den Poeten in all seinen Wandlungen: als Liebenden und Freund, als Kämpfer und Agitator, als Romantiker und avantgardistischen Sprachspieler.

! Buchpremiere: Donnerstag, 20 Uhr, Thalia-Buchhandlung Weimar