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14.02.2006

Die Geschichte der Mandelstams

TLZ

Lesung im Haus auf der Mauer

Unter dem Titel ?Weltoffene Häuslichkeit? wird Martin Stiebert am 16. Februar 2006 im Haus auf der Mauer (Johannisplatz 26) aus dem Leben von Ossip und Nadeshda Mandelstam erzählen und Gedichte des Dichters lesen und interpretieren. Ilga Herzog und Tobias Musche begleiten die Lesung musikalisch. Die Veranstaltung in der Reihe ?Erfahrungen jüdischer Künstler im 20. Jahrhundert? beginnt um 19:30 Uhr.
Der russische Dichter Ossip Mandelstam (1891-1938) ist geradezu ein Mythos der Poesie des 20. Jahrhunderts. Er ist bekannt als politisch Verfolgter, der 1938 in einem Zwangsarbeitslager bei Wladiwostok umkam. So wurde er zum Märtyrer der Dichtkunst. Legendär ist auch das Schicksal von Mandelstams Frau Nadeshda ? sie überlebte den Stalin-Terror, lernte die Gedichte ihres Mannes auswendig, um sie zu retten, versteckte das Archiv und ließ es nach Amerika schmuggeln.
Die Veranstaltung des Lese-Zeichen e.V. und der evangelischen Erwachsenenbildung wird von der Landeszentrale für politische Bildung und der Kulturstiftung Jena unterstützt.