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20.11.2003

Die Bibel in Kette

von Rita Specht TLZ

"Die Bibel ins Gespräch bringen bedeutet, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen." Diese Aussage des emeritierten Jenaer Theologieprofessors Klaus-Peter Hertzsch trifft wohl am genauesten, was die diesjährige Lesekette - die siebte mittlerweile - schaffen will. Aufgefädelt wieder von der Evangelische Erwachsenenbildung Thüringen im Zusammenarbeit mit dem Verein Lese-Zeichen und dem Anger-Gymnasium, möchte die einwöchige Veranstaltung den Jenaern das Buch der Bücher so nahe wie möglich bringen. Und zwar nicht in einer Kirche, sondern an einem weltlichen Ort: im Haus auf der Mauer. Sigurd Meixner, der es leitet, sei ein verlässlicher Kooperationspartner, loben Silke Luther und Ulrike Ebert vom Organisationsteam der Lesekette. Sie haben bekannte Jenaer dafür gewonnen, die Bibeltexte zu lesen, darunter Stadtrat Gustav-Adolf Biewald, Sozialdezernent Albrecht Schröter und Stadtwerke-Geschäftsführer Till Noack. Wie funktioniert die Lesekette?

Auftakt ist am Freitag, 21. November, 15 Uhr. Zur Eröffnung wurde Aitmatovs "Scheckiger Hund, der am Meer entlang läuft" ausgewählt. Ab 17 Uhr dann die Bibel, altes Testament 1. Buch Mose. Die nächsten Tage werden Texte aus dem Alten und Neuen Testament täglich 15 bis 21 Uhr gelesen. Man kann kommen, fünf Stunde hören, aber auch nach 10 Minuten gehen, wenn die Zeit drängt. Kommen und Gehen ist eingeplant. Wer gut zuhört, wird so manchen bekannten Bibeltext künftig besser in seinen Kontext stellen können. Die TLZ veröffentlicht in ihren täglichen Service-Tipps die jeweiligen Leseketten-Themen.