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13.07.2005

Dichters Nachfahren an historischem Ort

von Frank Quilitzsch TLZ

Oßmannstedt. (tlz/fqu) Wenige Wochen nach Eröffnung der Bildungs- und Begegnungsstätte auf dem sanierten Wielandgut Oßmannstedt haben die Nachfahren des Dichters Christoph Martin Wieland davon Besitz genommen: Fünfzehn junge Autorinnen und Autoren, die Preisträger des Literaturforums Hessen-Thüringen, diskutierten am vergangenen Wochenende neue und unveröffentlichte Texte. Zu dem Workshop hatten die Kultusministerien beider Länder eingeladen.

Über die eigenen literarischen Arbeiten hinaus wurden poetologische Fragen behandelt. Als kompetente Gesprächspartner standen den Debütanten der Schriftsteller und Herausgeber Werner Söllner, die Autoren Nikolai Herbst und Jan Volker Röhnert sowie die Germanisten Martin Straub und Roland Bärwinkel zur Seite.

Workshop-Leiter wie Teilnehmer beklagten, dass es in Thüringen keine vergleichbar guten Publikationsmöglichkeiten wie in Hessen gibt. Die im Hessischen erscheinenden Zeitschriften "Zeichen und Wunder" und "L. Literaturbote" bieten seit vielen Jahren ein Podium für den ersten öffentlichen Auftritt junger Schreibender. In Thüringen publiziert im kleinen Umfang die im quartus-Verlag erscheinende Literaturzeitschift "Palmbaum" neue regionale Literatur.