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18.10.2003

Der "malende Poet" wird 75 Jahre

TLZ

Verein Lese-Zeichen reflektiert in einer Veranstaltung über Armin Müller

Jena. (tlz) Der in Weimar ansässige "malende Poet" Armin Müller begeht am 25. Oktober seinen 75. Geburtstag. Aus diesem Anlass findet am Mittwoch, 22. Oktober, 19.30 Uhr durch den Förderverein Lese-Zeichen e. V. im Haus auf der Mauer (Jena) eine Gedenkstunde statt.
Günter Gerstmann reflektiert über die " verschiedenen Leben" Armin Müllers und Martin Stiebert liest aus einem neuen Buch "Meine schlesischen Gedichte" und aus den Neuauflagen der "problemorientierten Prosa", " Taube aus Papier" und "Der Magdalenenbaum".
Mit der von ihm angestrebten kritischen Selbstbefragung hat Armin Müller früh schon
den Versuch unternommen, über das Wirkliche und das Mögliche in der Literatur nachzudenken, was sie tatsächlich zu leisten imstande ist, worüber auch seine Tagebuch "Ich sag dir den Sommer ins Ohr" Auskunft gibt, das kurz vor der Wende erschien und kaum beachtet wurde:
Häufig sind es gerade die leisen Töne, die - auch noch heute - uns bewegen und zum Nachdenken über den Sinn und den Unsinn unserer Wirklichkeiten anzuregen, ihre Lächerlichkeiten auf uns zu nehmen.
Gegen das Grau des Alltags setzte Armin Müller seine Traumbilder und seine Bildträume, von denen auch in dem Buch "Abschied und Ankunft" gesprochen wird, das im Verlag Dr. Bussert und Stadeler (Jena) vor einigen Jahren erschienen ist und noch bezogen werden kann.
Die als "problemorientierte Prosa" bezeichneten Bücher "Meine verschiedenen Leben", "Der Magdalenenbaum" und "Taube aus Papier" zuerst im Greifenverlag zu Rudolstadt veröffentlicht - sind in neuen Ausgaben bei der Service GmbH Rostock erschienen. In der Thüringen-Bibliothek sind die Kalendergeschichten unter dem Titel "Klangholz" erschienen.

Zur Veranstaltung ausgelegt ist auch ein frisch eingetroffener Gedichtband Armin Müllers in italienischer Übersetzung.