Presse - Details

 
21.01.2007

Der nahe und der ferne Feind

von Frank Quilitzsch TLZ

Erfurt. (tlz/fqu) Neue Sachbücher stehen im Mittelpunkt des ersten Halbjahres der Lesereihe "Das politische Buch im Gespräch" der Thüringer Landeszentrale für politische Bildung. Schwerpunkte bilden die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit, mit dem Stalinismus und der DDR-Geschichte.
Wolfgang Benz´ Dokumentation "Überleben im Dritten Reich - Juden im Untergrund und ihre Helfer", "Der Holocaust als offenes Geheimnis" von Bajohr/Pohl oder das Kulturlexikon zum ,Dritten Reich´ von Ernst Klee werden ebenso in Thüringen vorgestellt wie Sonja Ackermanns Interviewband "Christliche Frauen in der DDR" oder die von Stefan Wolters niedergeschriebenen Erfahrungen eines NVA-Bausoldaten. Auf aktuelle Ereignisse reagieren Dokumentation wie "RechtsRock. Made in Thüringen" von Dornbusch/Raabe oder "Einfach abgehängt", ein Bericht von Klinger/König über die neue Armut in Deutschland. Kulturgeschichtlich interessant ist Hohberg/Weigelts kritisch kommentierte Sammlung der Legenden der heiligen Elisabeth "Brot und Rosen". Über das Netzwerk des islamischen Terrorismus klärt Guido Steinbergs Publikation "Der nahe und der ferne Feind" auf. Die belletristische Auseinandersetzung ist durch Romane von Clemens Meyer ("Als wir träumten"), Feridun Zaimoglu ("Leyla") und Heidemarie Härtl ("Puppe im Sommer") vertreten. Leseorte sind Bibliotheken, Schulen, Jugendzentren, Museen, Theater und Gedenkstätten in ganz Thüringen.

@ www.lzt.thueringen.de