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20.03.2012

Daniela Danz erhält Literaturstipendium "Harald Gerlach"

von Mariuas Koity Ostthüringer Zeitung

Danz, Jahrgang 1976, studierte Kunstgeschichte und Germanistik. 2004 erschien ihr erster Gedichtband "Serimunt". Archivfoto: Marius Koity

Ingo Schulze und die Literarische Gesellschaft gewähren der Autorin die mit 12.000 Euro dotierte Unterstützung.

Kranichfeld. Die aus Eisenach stammende und mit ihrer Familie in Kranichfeld (Weimarer Land) lebende Autorin Daniela Danz erhält in diesem Jahr das Thüringer Literaturstipendium "Harald Gerlach". Der mit 12.000 Euro dotierte Preis wurde auf Initiative des Thüringer Literaturpreisträgers Ingo Schulze und der Literarischen Gesellschaft 2009 ins Leben gerufen. Die zum vierten Mal vergebene Förderung eröffnet der Stipendiatin die Möglichkeit, ein Jahr lang intensiv an ihrem dritten Gedichtband zu arbeiten. Stipendiaten waren bisher Lutz Seiler, Jan Volker Röhnert und Christian Rosenau. Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie (SPD), schätzt an der Autorin, dass sie "in ihren Werken geografische und sprachliche Grenzen" überwindet. Mit viel Sprachgefühl spreche sie den Leser direkt an. Damit gehöre Danz zu den Autoren, "die wirklich etwas zu sagen haben", sagte Matschie anerkennend. Das Literaturstipendium verschaffe ihr dafür künftig noch mehr Gehör. Danz, Jahrgang 1976, studierte Kunstgeschichte und Germanistik. 2004 erschien ihr erster Gedichtband "Serimunt". Mit dem Roman "Türmer" (2006) und dem Gedichtband "Pontus" (2009) machte sie sich weit über Thüringen hinaus einen Namen. Die Preisträgerin arbeitet als freie Autorin und Kunstinventarisatorin für die Evangelische Kirche Mitteldeutschlands. Nach einem Lehrauftrag an der Uni Osnabrück lehrt Daniela Danz derzeit an der Universität Hildesheim. 2002 wurde Danz Preisträgerin des Jungen Literaturforums Hessen-Thüringen und seither regelmäßig mit Stipendien und Preisen ausgezeichnet.