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05.11.2002

Bildreicher Poet und Sprachbewahrer

TLZ

Weimar. (tlz) Der Weimarer Poet Wulf Kirsten erhält an diesem Donnerstag in der Bayerischen Akademie der Schönen Künste in München den mit 30000 Euro dotierten Schiller-Ring 2002. Damit ehrt die in Weimar ansässige Deutsche Schillerstiftung von 1859 den Lyriker und Erzähler für seine besonderen Verdienste um die deutsche Sprache und Literatur.

Der 1934 in Klipphausen bei Meißen geborene Wulf Kirsten absolvierte nach dem Abitur eine kaufmännische Lehre. Ab 1957 studierte er in Leipzig Pädagogik. Von 1964 bis 1988 war er Lektor im Weimarer Aufbau Verlag. Er veröffentlichte u.a. die Lyrikbände "Satzanfang" (1970), "Der Bleibaum" (1977), "Die Erde bei Meißen" (1986) und "Wettersturz" (1999) sowie 2000 die Erzählung "Die Prinzessinnen im Krautgarten. Eine Dorfkindheit". Er ist ein Spracharchäologe, der vor allem die Worte seiner ländlichen Heimat vor dem Vergessen bewahrt.