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10.09.2011

Autoren stellen der ersten Hainich-Krimi vor

von Frank Börner Thüringer Allgemeine

Vorm Tatort Hainich präsentierten Michael Fiegle und Uwe Schimunek ihr Buch. Foto: Frank Börner

Nach einem Zusammentreffen 2009 wurden der Mühlhäuser Michael Fiegle und der Leipziger Uwe Schimunek zu Tätern. Am Mittwochabend legten beide Autoren ein Geständnis ab. Mit "Tod im Hainich Carola Henning ermittelt im Unstrut-Hainich-Kreis" stellten sie innerhalb der Reihe "Literatur und Musik am Baumkronenpfad" im Nationalparkzentrum den ersten Hainich-Krimi vor.

Bad Langensalza. Der dritte Täter, die renommierte Heftroman-Autorin Katrin Ulbrich aus Chemnitz, ist "flüchtig". Sie hatte am Tag zuvor abgesagt und war nicht in den Hainich gekommen. Dafür begleitete Anja Gundlach vom FHL-Verlag, in dem das Buch erschien, die Autoren. Schon die Vorgeschichte klingt so spannend, wie sich die Geschichten lesen. Uwe Schimunek gastierte mit einer Lesung 2009 im Mühlhäuser Ratskeller. Michael Fiegle, freier Mitarbeiter unserer Zeitung, fragte den Gast nach der Vorstellung, ob er nicht eine Idee habe, wer einen Hainich-Krimi schreiben könne. Schimunek wusste nur eines: "Ich nicht!" und riet: "Schreib doch selber." Gut, mach ich, dachte der sich wiederum und so kamen Schimunek und Fiegle zusammen, und der Mühlhäuser zu seinem Krimi-Debüt.

Der Leipziger FHL-Verlag (feine Handlektüre) zeigte sich aufgeschlossen. Als sogenannter Kettenkrimi, also einem Buch mit drei Geschichten, um die Hauptperson, die im Unstrut-Hainich-Kreis ermittelnde Kriminalhauptkommissarin Carola Henning, wurde das Buch entworfen. Schimunek gewann mit Katrin Ulbrich eine versierte Autorin. Die Mühlhäuser Kirmes lieferte Uwe Schimunek das Lokalkolorit für seinen Krimi "Giftige Kirmes". Eine Geschichte mit viel Humor, die am Mittwochabend für etliche Lacher sorgte. Während Schimunek zugab, er habe "nur einen lustigen Krimi" schreiben wollen, in dem es auf die Personen ankommt, waren Michael Fiegle vor allem die Schauplätze wichtig.

Mit seinem Krimi "Gefährliche Stille im Hainich" in der Hand lässt sich alles ablaufen, versicherte er. Nur den Tatort Spiegelsgasse 37 werde man vergeblich suchen. Er wolle mit seiner Geschichte neugierig machen auf die Region. Ausgedacht hat er sich seine Geschichte Stück für Stück während langer Autofahrten. "Anderthalb Stunden hin und anderthalb Stunden zurück, da lässt sich viel überlegen", erklärte Michael Fiegle, wie sein Kurzkrimi Gestalt angenommen hat. Uwe Schimunek gesteht, er sei mehr der Ausdenker mit Plan, der an einem "Gerüst" in einer Excel-Tabelle langschreibt.

Aber die Schauplätze in seiner Geschichte existieren wirklich. Er habe einen guten Freund in Mühlhausen und die Stadtkirmes kenne er natürlich auch, so der gebürtige Erfurter. Hervorragend ergänzt wurde die gut besuchte Veranstaltung am Mittwochabend durch das Gitarrenspiel und den Gesang von Thomas Kuhlich mit seinen fantastischen Texten. Übrigens: Das Titelbild des Krimis, inzwischen fast überall zu kaufen, stammt ebenfalls von Michael Fiegle. Es zeigt die Betteleiche im Hainich.