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25.05.2008

Aus dem Leben einer Stadtschreiberin

von M.K. Ostthüringer Zeitung

Friederike Kenneweg widmet sich in Ranis einer schelmischen Erzählung

Ranis (M.K.). Wie sieht das Leben einer Stadtschreiberin in Ranis aus? Friederike Kenneweg, amtierende Stadtschreiberin in Ranis, will diese Erfahrungen in einer Erzählung zusammen tragen. "Es wird eine schelmische Erzählung", weckt sie die Neugier auf das im September von ihr erscheinende Druckwerk.
In ihrer Erzählung spielt die fiktive Stadtschreiberin Frieda Kattenstraat die Hauptrolle und schildert auf ihre Weise Dinge, "die einer Stadtschreiberin passieren können". Der Leser begegnet darin unter anderem einer Ilse Moxa - eine Anspielung auf den Titel einer früheren Stadtschreiberin und die Ilsen-Sage in Ranis. In dem Buch gibt es weitere Anspielungen auf vorherige Stadtschreiber. Wer die Stadt kennt, "erkennt Ranis sehr gut." Mit ihrer Stadtschreiberrolle hat sich die studierte Theaterwissenschaftlerin gut angefreundet. ,"Die Lesungen erlauben mir den Luxus, schon beim Erstellen des Textes Reaktionen vom Publikum einzuholen", nennt die Berlinerin einen Vorteil des Stadtschreibers. Bisher gab es mit ihr neben zwei Stadtschreibergesprächen je eine Lesung in Ranis und in Neustadt. Während der Literaturtage liest Friederike Kenneweg am 22. Juni ab 11 Uhr im Altmarktstübchen und wird weitere Kostproben aus dem Leben einer Stadtschreiberin vorstellen. Da es aus ihrer Feder wieder eine Erzählung gibt, sieht sie sich als "Kontrastprogramm zu André Schinkel", der vor Jahresfrist Lyrik vorgestellt hatte. Erst am Wochenende weilte die Preisträgerin des Jungen Literaturforums Hessen-Thüringen in ihrer literarischen Wahlheimat Ranis.