Presse - Details

 
20.03.2010

Antje Babendererde recherchiert im Sommer im Pine Ridge Reservat

von Roland Barwinski Ostthüringer Zeitung

 

Die Schriftstellerin Antje Babendererde bekam für 2010 ein Auslandsstipendium von der Kulturstiftung Thüringen. Dieses verwendet sie, um im Juni/Juli dieses Jahres im Pine Ridge Reservat der Lakota-Indianer für ein neues Jugendbuch zu recherchieren.

Liebengrün. Für diese angedachte Veröffentlichung sucht die Autorin noch weitere Inspirationen vor Ort, ist von ihr zu erfahren.

Handeln wird das Buch über ein schwieriges sowie in der Pubertät befindliches deutsches Mädchen, das nicht nur Zuhause große Probleme hat. Nach einer mittelschweren Alkoholvergiftung muss die junge Frau letztendlich sogar zu einer sechswöchigen Entziehungskur. Aufgrund verwandtschaftlicher Beziehungen reist das Problemkind zur Selbstfindung in ein amerikanisches Indianerreservat.

Dort bahnt sich schon bald die manchmal auch recht holprig erscheinende Liebesgeschichte mit einem dort lebenden Jungen an.

Viele Buchideen von ihr entstünden im Kopf und würden danach noch durch gründliches Quellenstudien in Amerika angereichert, so die in Liebengrün lebende Schriftstellerin. Ihre niedergeschriebenen Erzählungen seien einfach schon oft lange Zeit gedanklich da und müssten eben nur noch mit Hilfe fantasiegetränkten Faktenmaterials druckreif werden. Außerdem soll demnächst eine weitere Folge mit dem von ihr kreierten indianischen Privatdetektiv Adam Cameron entstehen.

Aber auch ansonsten ist das Mitglied im Vorstand des Thüringer Schriftstellerverbandes gut ausgelastet, heißt es. Regelmäßig wird sie von Schülern konsultiert, die ihre Jugendromane kennen und gern nähere Hintergründe über deren Entstehungsgeschichte erfahren wollen. Studenten wiederum greifen gerne für geplante Abschlussarbeiten oder Referate auf Babendererdes absolutes Detailwissen über die amerikanischen Ureinwohner zurück, um ein authentisches Bild der heutigen Indianer zu erhalten.

Mitunter ergeben sich zudem aufgrund neuer Faktenlagen genügend Gründe, um eigene Erstlingswerke grundlegend zu überarbeiten. Dies geschah jüngst mit ihrem 1999 erschienenen Roman Der Pfahlschnitzer. Nach der wochenlangen intensiven Durchsicht, wo neben stilistischen Veränderungen auch inhaltlich einiges anders wurde, erscheint nun die neue Fassung im Sommer im Arena-Verlag unter dem Titel Rainsong.

Ihr erst im letzten Sommer erschienenes Werk Indigosommer gibt es mittlerweile auch als Hörbuch. Gelesen wird es von den beiden professionellen Schauspielern Muriel Baumeister und Philipp Baltus. Die machen das wirklich wunderbar und somit zum Erlebnis, resümiert Antje Babendererde.

Im März kommt außerdem noch die französische Übersetzung von Der Gesang der Orcas unter dem Titel Le Chant des Orques heraus.

Antje Babendererde liest am 20. März, 16.30 Uhr, anlässlich der Leipziger Buchmesse im Gutshof Stötteritz, Oberdorfer Str.15.

www.antje-babendererde.de