„Vor den Vätern sterben die Söhne“ – Eine Lange Thomas-Brasch-Nacht im Theaterhaus Jena


Thomas Brasch wurde 1945 in Westow in England geboren, 1947 zogen seine Eltern mit ihm in die spätere DDR, wo der Vater SED Funktionär und zeitweise Stellvertretender Minister für Kultur wurde. 1965 musste er wegen seiner Systemkritik sein Journalismusstudium aufgeben. Nach Protesten gegen den Einmarsch der Warschauer-Pakt-Truppen in der Tschechoslowakei wurde er 1968 inhaftiert. Bis zu seiner Übersiedlung in die Bundesrepublik 1976 arbeitet er als Fräser in einem Transformatorenwerk. Veröffentlichungen: "Vor den Vätern sterben die Söhne", "Kargo" und "Mädchenmörder Brunke". Thomas Brasch starb 2001.

Marion Brasch wird mit ihrem Programm „Bleiben möcht‘ ich, wo ich nie gewesen bin“ zu erleben sein, Katharina Thalbach wird aus Werken Thomas Braschs lesen und über sein Leben und Werk sprechen. Gemeinsam mit Jenaer Zeitzeugen wird sie über die Aufführung von Thomas Braschs Jazz-Oratorium „Hahnenkopf“ am 15.9. 1975 mit der Gruppe Synopsis innerhalb der Reihe „Musik im Hörsaal“ sprechen. Es werden Ausschnitte aus seinem Film „Engel aus Eisen“ gezeigt und Gedichte sowie Auszüge aus „Vor den Vätern sterben die Söhne“ und „Mädchenmörder Brunke“ zu Gehör gebracht. Einer der Gründungsmitglieder von „Synopsis“, dem späteren „Zentralquartett“, Günter Baby Sommer wird gemeinsam mit dem Saxophonisten Antonio Lucacio das Programm beschließen.

Auf Grund der hohen Nachfrage empfiehlt es sich, die Karten im Vorverkauf bei der Tourist-Information zu erwerben. Der Kartenpreis beträgt 15,00 Euro (voller Preis) und 7,00 Euro (ermäßigt).


Zeit: Samstag , 25.01.2020 , 18:00 Uhr


Ort: Theaterhaus Jena


Eintritt / (ermäßigt): 15€ / 7€


Organisator: Lese-Zeichen e.V., JenaKultur, Theaterhaus Jena, radio okj e.V., Neuer Lesehallenverein e.V., Jazz im Paradies e.V., Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, Lehrstuhl für Kunstgeschichte der FSU Jena